Tod nach Magenband-OP

Immer wieder kommt es nach Magenverkleinerungen zu Todesfällen. Im Juli 2017 starb eine 44 jährige mehrfache Mutter nach einer Magenband-OP [3]. Die Todesursache steht jedoch noch nicht fest, die Staatsanwaltschaft prüft den Fall, eine Obduktion der Magenband-Patientin wurde angeordnet[1]. 

Heutzutage(2017) werden Magenband-Operationen nur noch vergleichsweise selten durchgeführt. Viele Krankenhäuser bieten sie gar nicht mehr an. Dies liegt aber nicht am höheren perioperativen (während der Magenband-OP) oder postoperativen (nach der OP) Risiko für Todesfälle. Tatsächlich sterben an der Magenband-OP (circa 1%) [2] weniger Patienten als an dem heutzutage häufiger durchgeführten Magenbypass (1,5% - 7,5%) [4].

Grundsätzlich ist jedoch keine Magenverkleinerungsoperation ohne Risiken. Woran die 44 jährige Mutter in Eschweiler tatsächlich gestorben ist, bleibt abzuwarten.

Quellen:

[1] Bild.de 27.07.2017 Staatsanwalt prüft den Fall: Magenband-Tote wird obduziert

[2] Der Westen, 13.07.2017 Nach Tod einer Patientin (44) in Eschweiler: Wie gefährlich ist eine Magenband-OP wirklich?

„Laut einer Studie kommt es bei weniger als einem Prozent der Eingriffe [Magenband-OP] zu Komplikationen. Bei den anderen Varianten ist die Zahl höher“, sagt Hasenberg [Dr. Till Hasenberg Leiter der Adipositas-Chirurgie im Essener Alfried Krupp Krankenhaus].

[3] 10.7.2017 Mutter stirbt nach Magen-OP: Familie ist außer sich

[4] RP-Online 03.03.2010 Leverkusen: Tod nach Magen-Verkleinerung

Nach einer Studie aus den Niederlanden überleben 1,5 bis 7,5 Prozent der Patienten den Eingriff [Magenbypass] im ersten Jahr nicht. 

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