Die DEBEKA zum Thema Kostenübernahme des Magenbandes

Die DEBEKA zum Thema Kostenübernahme des Magenbandes

Auf die Frage in welchen Fällen und in welchen Tarifen die Krankenkasse DEBEKA das Magenband finanziert antwortete Frau Weinand von der DEBEKA:

1. Wann zahlt die Krankenkasse das Magenband?

Grundlage für die Erstattung von Heilbehandlungen sind die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Krankheitskosten und Krankenhaustagegeldversicherung, Teil I: Musterbedingungen (MB/KK) und Teil II:Tarife mit Tarifbedingungen. Gemäß § 1 Abs. 2 MB/KK muss die Heilbehandlung medizinisch notwendig sein, also geeignet sein, einen Behandlungs- erfolg zu erzielen bzw. ein Leiden zu heilen, zu bessern oder zu lindern. Die medizinische Not- wendigkeit wird anhand von Befunden, Diagnosen sowie der durchgeführten Therapie und dem Krankheitsverlauf objektiv beurteilt. Bei Magenband-Operationen ist demnach auch nachzu- weisen, dass konservative Behandlungsmöglichkeiten (z.B. Therapieprogramme, Bewegungs- therapie etc.) gescheitert sind und die Operation die einzige Möglichkeit einer Heilung darstellt bzw. bei Unterlassen eine Gefahr für den Körper und die Gesundheit zu befürchten ist.

2. In welchen Tarifen werden solche Operationen bezahlt?

Krankheitskostenvollversicherungen (Tarife: P, PN, BSB,  BSS, PSKV, ST)

3. Wann sind sie medizinisch notwendig?

Eine generelle Aussage darüber, wann eine Magenband-Operation medizinisch notwendig ist, kann nicht gegeben werden. Jeder Versicherungsfall ist nach objektiven medizinischen Erkenntnissen - und erforderlichenfalls durch einen neutralen medizinischen Sachverständigen - zu beurteilen.

Folgende Kriterien nennt die Deutsche Adipositas-Gesellschaft als Indikation für eine chirurgische Therapie der Adipositas:

  • BMI > 40 kg/m2 oder BMI > 35 kg/m2 mit schwerwiegenden Begleiterscheinungen
  • Scheitern konservativer Behandlungsmaßnahmen (z.B. Therapieprogramme,
  • Rehabilitationsmaßnahmen, Selbsthilfegruppen, Bewegungstherapie etc.)
  • OP-Risiko darf die bei anderen Wahleingriffen bekannten Risiken nicht übersteigen
  • Ausreichende Motivation und vollständige Aufklärung des Patienten über Risiken und
  • Konsequenzen des Eingriffs

Nähere Informationen können Sie auch dem Aufsatz ,,Indikation zur chirurgischen Therapie der Adipositas mit der Magenband-Operation (Gatsric Banding)" in der Zeitschrift Versicherungsmedizin (57 (2005) Heft 2, Seite 72ff.) entnehmen.

Noch keine Antwort der anderen Krankenkassen zur medizinischen Notwendigkeit des Magenbandes

Magenband-Op.com fragte im September 2007 bei mehrerern gesetzlichen und privaten Krankenkassen an, wie diese sich zum Thema Magenband verhalten. Leider kamen bis heute keine Antworten.

Sobald sich die einzelnen Krankenkassen zum Thema geäussert haben, oder weitere Informationen zum Thema vorhanden sind, wird Magenband-Op.com an dieser Stelle darüber berichten.