Magenverkleinerung

Doctor Carbajo

Welche Operationen zur Magenverkleinerung gibt es?

Unter den bariatrischen Operationen (Magenverkleinerung) gibt es zwei große Gruppen: Jene, bei denen nur der Magen verändert wird, auch restriktive Magenverkleinerungen (z.B. Schlauchmagen) genannt und jene, bei denen auch der Darm verändert wird, malabsorptive Magenverkleinerungen (z.B. Magenbypass). Dann gibt es noch chirurgische Maßnahmen ohne Operation zur Gewichtsabnahme. Hierzu zählen Magenballon und EndoBarrier. Diese werden wärend einer Magenspiegelung eingesetzt.

Was sind die Vorraussetzungen zur Magenverkleinerung?

In Deutschland ist ein BMI von über 40 oder ein BMI von über 35 und andere schwere Erkrankungen (Diabetes, Gelenkprobleme etc) Vorraussetzung für eine Übernahme der Kosten der Magenverkleinerung durch die Krankenkassen. In der Schweiz reicht ein BMI von über 35. Hier können Sie Ihren BMI berechnen.

Außerdem muss der Patient erfolglos auf konservativen Weg versucht haben Gewicht abzunehmen und zwar wird in der Regel ein multimodales Abnehmprogramm aus Ernährungsumstellung, Sport und Psychotherapie vorgeschrieben. Außerdem darf keine Krankheit vorliegen, die sich andersweitig behandeln ließe (z.B. wenn eine Hormonstörung zum Übergewicht führt). Und es darf keine Erkrankung vorliegen, die die Magenverkleinerung zu risikoreich macht.

Welche Magenverkleinerung ist die richtige Operationsform für mich?

Die verschiedenen Operationsformen von Magenverkleinerungen haben alle Vor- und Nachteile. Am besten lässt man sich von einem zertifizierten Zentrum für Adipositas-Chirurgie beraten (zur Kliniksuche für Adipositas-Zentren).

Die derzeit (2017) am häufigsten durchgeführten Operationen sind der Magenbypass (Y-Roux Magenbypass) und der Schlauchmagen. Beide Magenverkleinerungen werden in der Regel minimal-Invasiv mit der Schlüssellochtechnik (Endoskopie) operiert.

Das Magenband, welches in den 2000er Jahren recht häufig eingesetzt wurde, wird mittlerweile (2017) kaum noch eingesetzt. Der Magenballon wird nur noch in speziellen Fällen eingesetzt, zum Beispiel um schwerst Übergewichtigen Patienten, bei denen das Operationsrisiko für eine Magenverkleinerung zu hoch ist, vor der eigentlichen Operation beim Abnehmen zu helfen. Vorteil beim Magenballon ist, das er über eine Magenspiegelung eingesetzt werden kann. Der EndoBarrier kann ebenfalls ohne Operation eingesetzt werden. Hier wird auch die Nährstoffaufnahme aus dem Darm eingeschränkt. 

Mittlerweile gibt es auch immer mehr Patienten, die bereits ein Magenband bekommen hatten und nun einen Schlauchmagen oder einen Magenbypass benötigen. Diese sogenannten Umwandlungsoperationen sind komplizierter als die gleiche Magenverkleinerungstechnik ohne vorheriges Magenband.

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