Magenband Operation

Magenband DiagrammBeim Magenband wird um den oberen Teil des Magens ein weiches, hohles Band aus Silikon gelegt. Dadurch wird der Magen in zwei Teile unterteilt. Der obere Teil des Magens füllt sich sehr schnell. Da nur in diesem Teil des Magens Drucksennsoren für den Füllungstzustand des Magens vorhanden sind, erscheint dem Patienten der Magen als gefüllt wenn er nur wenig gegessen hat.

Der Mageninhalt im oberen Teil des Magens entleert sich langsam in den unteren Teil. Das Magenband kann mit Flüssigkeit gefüllt werden um einzustellen, wie schnell dies geschieht.

Durch Entfernen des Magenbandes kann die Operation vollständig rückgängig gemacht werden. Allerdings nehmen die Patienten in aller Regel nach Entfernung des Bandes wieder zu.

Das Magenband wird unter Vollnarkose, meist mit minimal invasiver Chirurgie, eingesetzt. Es ist ein Klinikaufenthalt von ein bis zwei Wochen erforderlich, 4-6 Wochen können keine schweren Lasten gehoben werden.

Einstellbares Magenband zur chirurgischen Behandlung von Adipositas        

Das Magenband ermöglicht einen Gewichtsverlust bei stark übergewichtigen Patienten. Dabei wird ein Band um den Magen gelegt, wodurch eine kleinere Magentasche entsteht. Die Operation erfolgt durch die sogenannte „Schlüsselloch-Chirurgie". Diese Technik erfordert keine großen Schnitte auf der Bauchdecke, ist weniger schmerzhaft als die offene Technik und ermöglicht eine rasche Erholung bei gleichzeitiger Reduktion postoperativer Komplikationen.

Das Band ist mit einem kleinen Port (Füllsystem) verbunden, der unter die Haut implantiert wird.

Das Magenband besteht aus:

  • einem runden Silikonband, dessen Innenseite dehnbar ist
  • einem kleinen subkutan implantierbaren Port aus Titan
  • geschützt durch eine weiche, röntgensichtbare Silikonhülle
  • einem Verbindungsschlauch aus Silikon zwischen Band und
  • Port

Diese Materialien sind mit dem menschlichen Körper biokompatibel.

Indikationen: Folgendes sind Gründe zum Einsetzen des Magenbandes

Das Magenband wird bei stark übergewichtigen Patienten mit einem Body Mass Index (BMI) über 35, wenn Beschwerden vorliegen, sonst bei einem BMI über 40 empfohlen.

Kontraindikationen: Gründe warum kein Magenband eingesetzt werden kann:

  • Schwere Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, schwere Ösophagitis, Ulcera im Magen oder Darm, Morbus-Crohn!
  • Schwere kardio-pulmonare Probleme oder organische Beschwerden
  • Blutungsrisiko aufgrund von Speiseröhren- oder Magenvarizen
  • Angeborene Anomalien des Magen-Darm-Traktes
  • Alkohol- oder Drogensucht
  • Vorhergegangene Infektionen mit Kontaminationsgefahr
  • Permanente Einnahme von Aspirin oder Kortikoiden
  • Allergie gegenüber Silikon

Instabile Patienten, die aufgrund ihres emotionalen oder psychischen Zustandes für einen magenchirurgischen Eingriff nicht geeignet sind. (Daher ist eine psychologische Untersuchung vor jeder Operation unbedingt notwendig.) Der Patient begnügt sich daher mit kleineren Nahrungsmengen.

Trotz aller bestmöglichen Vorkehrungen durch den Hersteller und den Chirurgen sind die nachfolgend aufgelisteten Komplikationen in der Fachliteratur beschrieben worden:

Mögliche Komplikatioenen beim Magenband:

  • Verrutschen des Bandes
  • Migration des Bandes (das Band gelangt in das Mageninnere)
  • Fistelbildung (Bildung einer ungewöhnlichen Verbindung zwischen Hohlorganen oder zu der Haut)
  • Infektionen
  • Stenose oder Obstruktion (Verengung oder Verschluß)
  • Blutungen
  • Verletzung der Speiseröhre oder des oberen Magens bei der Einführung des Magenbandes.
  • Silikonunverträglichkeit
  • Beschädigung des hydraulischen Systems

Laufende Verbesserungen des Produktes und der OP-Techniken minimieren jedoch das Auftreten von Komplikationen.

kurz nach: www.adipositasverband-international.de

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